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Roth: Abriss am Silbersee

Roth: Abriss am Silbersee

Rhein-Zeitung - Ausgabe Neuwied vom 30.08.2001, Seite 16

Roth: Abriss am Silbersee

NEUWIED. Die Diskussion um den "privaten Freizeitpark" am Silbersee bei Engers bewegt weiterhin die Gemüter, sie war jetzt auch Thema der Einwohnerfragestunde im Stadtrat. Oberbürgermeister Nikolaus Roth bestätigte auf Nachfrage, dass Hütten und andere Bauten am See, für die es keine Baugenehmigung gibt und wegen des Trinkwasser- Schutzgebietes auch nicht geben kann, weg müssten. Nähere Auskünfte wollte er dazu aber nicht geben: Die betroffenen Bürger seien von der Verwaltung benachrichtigt worden. Informationen über Verwaltungsverfahren, die Dritte betreffen, dürfe er nicht publik manchen. (sis)

Rhein-Zeitung - Ausgabe Neuwied vom 31.08.2001, Seite 17.

Galle: "Ich bin der Vermittler"

33 Neuwieder wandten sich an Bürgerbeauftragten - 68 Prozent Erfolg
NEUWIED. Auf ihn kann man sich verlassen: Mindestens ein Mal pro Jahr kommt der Bürgerbeauftragte Ullrich Galle in den Kreis Neuwied, um sich ein Bild von den Problemen zu machen, die die Bürger mit Verwaltungen haben. Gestern wandten sich 33 Menschen mit ihren Beschwerden an den Bürgerbeauftragten.
Ein wenig wundert sich der Mann mit der randlosen Brille, dass unter den 33 Petenten, so heißen die, die sich ungerecht behandelt fühlen im Amtsdeutsch, niemand war, der sich über Bürgermeister Kilgens konsequentes Vorgehen gegen "Bauten im Außenbereich" beschwert hat. Das Problem, von dem auch die Konstrukte rund um den Silbersee betroffen sind, hat den Bürgerbeauftragten noch nicht erreicht. Vielmehr ging es um Bauangelegenheiten wie drohende Enteignung oder Grenzstreitigkeiten, um Renten und Soziales.
Galles Job ist es, zwischen den Bürgern und den Verwaltungen zu vermitteln. Gut kommt der Kreis Neuwied dabei weg: "vorbildlich" sei die Zusammenarbeit hier. Stolz verweist er auch auf seine Erfolgsquote, die bei 68,2 Prozent liegt - und das bei immerhin 3000 Eingaben pro Jahr.
Doch ein Drittel seiner Mandanten kann Galle nicht zufrieden stellen. So auch gestern in Neuwied. Da ging es um Bürgersteige, die im Zuge der B 42- Bauarbeiten erneuert werden sollen. Das kann ziemlich teuer werden. Aber hier sind Galle die Hände gebunden: Er kann den rechtmäßigen Beschluss eines Gemeinderats nicht anfechten. "Seine" Fälle beziehen sich auf Vorgänge, die der Landtag, sein "Chef", überwacht. Die kommunale Selbstverwaltung gehört nicht dazu.
In einem anderen Fall musste Galle abwinken, weil der Petent zu spät zu ihm gekommen war. "Ich rufe die Leute auf, sich so früh wie möglich bei mir zu melden." Wenn ein Gerichtsverfahren schon abgeschlossen ist, kann auch Ullrich Galle nichts mehr tun.
Tun konnte er gestern etwas in einer ganzen Reihe von Fällen. Allerdings muss er dazu sämtliche Unterlagen haben. Da kommt es schon mal zu Missverständnissen. Um eben diese auszuräumen war auch ein Kriegsgeschädigter, bei ihm, der Probleme mit der Rente hat. Galle und seine 15 Mitarbeiter können jetzt zügig weiterarbeiten.
Ein Schicksal, das dem erfahrenen Bürgerbeauftragten nahe geht, ist das eines Mannes, der wegen falscher Behandlung mit Medikamenten jetzt auch noch Probleme mit seiner Rente bekommen hat. "Das zieht man nicht mit der Jacke aus", bekennt der Politik- und Behörden- Profi, der sämtliche Höhen und Tiefen des Verwaltungsapparates kennt.
Ebenso freut es ihn, dass er dem jungen Mann helfen konnte, der im vergangenen Jahr drei Monate lang unschuldig in U-Haft gesessen hat, er wurde verdächtigt, eine Tankstelle überfallen zu haben. "Ich habe den Betroffenen mit dem Generalstaatsanwalt zusammengebracht." (sis)
 

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