Holperstrecke: Neubau kommt aber erst 2014

Holperstrecke: Neubau kommt aber erst 2014

Verkehr Fuß- und Radweg wird saniert

Von unserem Redakteur
Ulf Steffenfauseweh

M Neuwied/Engers. Die Holperstrecke entlang des Rheins zwischen Neuwied und Engers wird neu gebaut. Was die SPD-Fraktion in einer Pressemitteilung zunächst noch als „inoffiziell aus der Stadtverwaltung zu hören“ freudig bekannt gab, bestätigte Stadtsprecher Erhard Jung auf RZ-Nachfrage „im Prinzip“.

„Die Behörden haben ihre Genehmigung erteilt, allerdings verbunden mit Auflagen der oberen Naturschutzbehörde“, berichtet Jung. Gegen diese habe die Stadt Frist wahrend Widerspruch eingelegt. Denn bei den Einschränkungen, so konkretisiert der Sprecher, gehe darum, dass der Belag des neuen Weges aus Split oder einem ähnlichen, in jedem Fall wasserdurchlässigen Material bestehen soll. „Das ist für uns im Hochwassergebiet ein Problem, weil Split einfach weggespült würde“, argumentiert Jung, der auch darauf hinweist, dass der aktuelle Weg einen festen Belag hat.

Des Weiteren sehen die Auflagen vor, dass im Jahr vor der Realisierung Ausgleichsmaßnahmen zu verwirklichen sind. Hier gehe es beispielsweise darum, Rückzugsgebiete für Zauneidechsen zu schaffen, sagt Jung. Mit dieser Auflage habe die Stadt grundsätzlich keine Probleme. Dass aber die Ausgleichsflächen „im Jahr vor der Realisierung“ geschaffen werden müssen, bedeute gleichzeitig, dass der neue Rad- und Spazierweg frühestens 2014 gebaut werden kann.

Dass überhaupt Ausgleichsflächen geschaffen werden müssen, liege daran, dass nicht nur eine Sanierung vorgesehen ist, sondern dass die Trasse „wesentlich breiter“ wird, und nach Fertigstellung auch eine stärkere Nutzung zu erwarten ist. Die einmal angedachte Variante, getrennt Fuß- und Radwege zu bauen, ist dagegen laut Jung mittlerweile vom Tisch.

Auflagen hin oder her: Für die SPD-Fraktion rückt laut Pressemitteilung mit der Baurechtserteilung „ein uraltes Anliegen wieder in greifbare Nähe“. „Endlich kann dieser stark frequentierte Weg wieder so hergerichtet werden, dass die Nutzer dieses Spazier- und Radweges künftig keine Stolperstrecke mehr vorfinden“, schreiben die Genossen, die auf eine zügige Realisierung hoffen. „Schlosspark, Deichufergelände und der Fuß-/Radweg nach Engers bilden dann ein Ensemble, um das uns manche Stadt am Rhein beneiden wird“, sind die Sozialdemokraten sicher.

Quelle: RZ Linz, Neuwied vom Mittwoch, 9. Januar 2013


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