Drei Tiere des Jahres leben im Kreisgebiet

Drei Tiere des Jahres leben im Kreisgebiet

Igel, Eisvogel und Tagpfauenauge sind hier heimisch - Arten gefährdet

Was haben Igel, Eisvogel und Tagpfauenauge gemeinsam? Sie alle sind Tiere des Jahres 2009. Und noch mehr: Sie alle leben im Kreis Neuwied.

KREIS NEUWIED. Die Fledermaus war das erste, es folgten Arten wie Siebenschläfer, Wolf oder Seehund. Die Rede ist vom Wildtier des Jahres, das die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild jedes Jahr wählt. Die Kriterien dafür sind dabei eher traurig, denn die Auswahl erfolgt nach dem Grad der Gefährdung der Art oder ihres Lebensraums durch den Menschen. Aktuelles Wildtier des Jahres ist der Igel. Wer sich über diese Art genauer informieren möchte, hat gute Karten, denn der Igel ist im Kreis Neuwied beheimatet. Und nicht nur das. Auch seine "Kollegen" Eisvogel (Vogel des Jahres) und Tagpfauenauge (Schmetterling des Jahres) leben in der Region. Deshalb eine kurze Vorstellung, die vielleicht bei einer Entdeckungstour hilfreich ist.



Der Eisvogel

Der etwa starengroße, aber recht schlanke Eisvogel ist wohl der am schönsten gefärbte Vogel unserer Heimat. Scheitel und Flügel sind grünblau gefärbt, der Rücken und die Schwanzoberseite sind blau, die Unterseite ist prächtig orangerot. Diese Farbenfülle verhalf ihm allerdings nicht zur Wahl, vielmehr soll der Eisvogel für den Erhalt oder die Wiederherstellung natürlicher Bach- und Flusslandschaften werben. Meist lauert der Eisvogel auf einem Zweig über dem Wasser auf seine Beute, die er dann in senkrechtem Sturzflug fängt. Im sommerlichen Blättergewirr ist er aber nur schwer auszumachen. Der Eisvogel ist ein Höhlenbrüter, allerdings sind geeignete Steilwände an unseren Flüssen und größeren Bächen nur selten vorhanden - daher ist der "fliegende Edelstein" eine seltene Vogelart. Experten schätzen den Bestand in Deutschland auf 6000 Paare. Bei uns kann man den prächtigen Gesellen zum Beispiel im Staubereich der Wied bei Altwied beobachten.




 

Der Vogel des Jahres 2009: der Eisvogel.

Der Igel

Eines der bekanntesten und beliebtesten Säugetiere ist der Igel. Allerdings ist er nachtaktiv und entzieht sich so weitgehend unseren Blicken. Tote Igel sieht man an den Straßen hingegen leider auch bei Tag - und viel zu häufig. Gegen seine natürlichen Feinde ist der Igel dank seines Stachelkleides gut geschützt, doch gegen ein Auto hilft sein "Panzer" nicht. Igel bewohnen unsere Wälder und sind auch in naturnahen Gärten zu Hause. Hier gehen sie nachts auf die Jagd nach Regenwürmern, Schnecken und anderen Kleintieren. Der Igel ist ein eifriger Jäger und hat auch allen Grund dazu, denn er muss sich im Laufe des Sommers und des Herbstes eine ordentliche Speckschicht anfuttern. Die kalte Jahreszeit verbringt er nämlich in einem guten Versteck im Winterschlaf, und während der langen Zeit bis zum nächsten Frühling muss er von seinen "Fettpolstern" zehren.




 

Wildtier des Jahres 2009: der Igel

Das Tagpfauenauge

Der Schmetterling des Jahres 2009 zeichnet sich durch eine besondere Farbenpracht aus. Mit einer Flügelspannweite von 50 bis 60 Millimetern zählt das Tagpfauenauge zu den größten heimischen Schmetterlingen. Erfreulicherweise ist der prächtige Falter auch an Rhein und Wied einer der häufigsten Schmetterlinge. Seine Eier legt er fast ausschließlich an Brennnesseln ab. Von dieser Pflanze lebt dann die gefräßige Raupe, bis sie sich verpuppt. Wer in seinem Garten einige Brennnesseln stehen lässt, kann mit etwas Glück die wundersame Verwandlung in einen Schmetterling mitverfolgen. Den Winter verbringt das Tagpfauenauge gerne in Menschennähe: auf Dachböden, in Schuppen oder an anderen geschützten Stellen.

Manfred Höfer

Quelle: Rhein-Zeitung - Ausgabe Neuwied vom 27.06.2009, Seite 27
- Fotos: Manfred Höfer




 

Schmetterling des Jahres 2009 - Tagpfauenauge

Eigene Anmerkung:

Durch die liebevolle Pflege und Hege des Silbersee-Geländes durch Werner Scheidweiler, sind diese Tiere dort auch schon seit Jahren zu Hause!

Auch der Fisch des Jahres 2009 - der Aal, ist im Silbersee zu Hause.




 

Werner Scheidweiler

CDU beim Schatz am Silbersee
Wieder Ärger im Paradies

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