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„Wenn Politiker sich verrennen“

„Wenn Politiker sich verrennen“

„Wenn Politiker sich verrennen“

Wer im Engerser Feld badet, muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen.

Im Zusammenhang mit dem Grundwasserschutz im Engerser Feld sprechen die Behörden von offenen Grundwasserflächen,
die durch Badende und am Strand Lagernde verschmutzt werden.

Zunächst einmal ist festzustellen, dass das Grundwasser hier eine Fließrichtung hat, und zwar von Bendorf in Richtung Neuwied.
Das Grundwasser vereinigt sich im Gebiet des Hafens dann wieder mit dem Rheinwasser.

Das hat eine Studie ergeben.

Alle Brunnen liegen aber bezogen auf diese Fließrichtung vor den „offenen Grundwasserflächen“ Kann- und Steinsee.
Viele Neuwieder haben versucht, gegen die Grundwasserpolitik und Verbote zu protestieren beziehungsweise zu prozessieren, leider erfolglos.
Wenn Politiker sich verrennen, haben die Bürger verloren. Am Steinsee existiert eine genehmigte Gastronomie mit Fäkaliensickergrube.
Dort wird Fischzucht betrieben, geangelt und gerudert, weil der Fürst zu Wied als Eigentümer offenbar mehr Einfluss besitzt als die Fa. Kann.
An deren Gewässer wurden nämlich Barrikaden errichtet und nicht geangelt.
Beide Gewässer aber liegen 100 Meter auseinander. Inzwischen dürfen offenbar nicht einmal mehr die Hunde der Spaziergänger ins Wasser springen.
Wer beim Wandern ins Schwitzen kommt, sollte kein Handtuch dabei haben, das könnte zu einer 75-Euro-Strafe führen.

Wer aber wissen möchte, wie viel Kot Kormorane und andere Wildvögel ins Oberflächengrundwasser kacken können, möge sich mal das „weiß getünchte“ Urmitzer Werth anschauen.

Im Bereich der beiden Baggerseen hatte die Stadt Neuwied vor circa 20 Jahren ein Freizeitgebiet geplant; sogar eine Pferderennbahn, Spazierwege, Tret- und Ruderbootverleih.

Das hätte den Bürgern gefallen. Das Grundwasser wäre davon nicht belastet worden – eben wegen der Fließrichtung.


Klaus Blum, Neuwied-Feldkirchen
Quelle: RZ Neuwied vom Dienstag, 27. Juli 2010, Seite 16

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