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Kann-See: Stadt weist jegliche Verantwortung von s

Stadt weist jegliche Verantwortung von sich

Rhein-Zeitung - Ausgabe Neuwied vom 15.06.2005, Seite 17.

Kann-See: Stadt weist jegliche Verantwortung von sich

Zuständigkeit der SGD betont - Kein Widerspruch zu eigenem Konzept

NEUWIED. In den Streit um die Sperrung des Kann-Sees hat sich jetzt auch die Stadt eingeschaltet. Die Verwaltung unterstrich, dass für die Rekultivierung die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) verantwortlich ist. "Nach unserer Kenntnis hat sogar schon die Bezirksregierung in den 80er Jahren ihre Genehmigung zum Kiesabbau davon abhängig gemacht, dass bei späterer Rekultivierung eine Nutzung als Naherholung direkt am See auszuschließen ist. Dies wird nun offenkundig umgesetzt", betont Sprecher Erhard Jung.
Als "ausgedehnte Freifläche in einem verdichteten Raum" ist das Engerser Feld demnach ein Gebiet mit vielen konkurrierenden Nutzungsinteressen: Trinkwasser- und Naturschutz auf der einen und Freizeitnutzung, Landwirtschaft und Kiesabbau auf der anderen Seite, nennt Jung als Beispiele. "Die Aufsicht über diese Nutzungen liegt aber allein bei den Wasser- und Naturschutzbehörden des Landkreises und der Struktur- und Genehmigungsdirektion", betont er.
Allerdings räumt Jung ein, dass "die Stadt auf eigene Initiative und in Absprache mit den Fachbehörden ein Konzept entwickelt hat, das auch zum Ziel hat, zwischen Nutzungskonflikten zu vermitteln" (RZ berichtete). Dies kann laut Jung jedoch nur eine "planerische Leitlinie" sein. Das "Nutzungs- und Handlungskonzept Engerser Feld" sei jedoch "kein geheimes Papier, sondern vor vier Jahren im Stadtrat beschlossen und in elf Bürgerversammlungen zum Flächennutzungsplan teils sehr intensiv vorgestellt worden".
Gleichzeitig unterstreicht der Sprecher der Stadt, dass die Rekultivierung am Kann-See dem vor vier Jahren entwickelten Konzept der Stadt prinzipiell nicht widerspricht. "Aber auch wenn wir anderer Meinung wären, rechtlich sehen wir keine Möglichkeit, gegen die Maßnahme vorzugehen", betont Jung.
Ausdrücklich in Schutz nahm der Sprecher das städtische Ordnungsamt, das nach seinen Worten ebenfalls nichts mit der Rekultivierung am See zu tun hat. "Das Amt ist lediglich in einer sehr frühen Phase im Februar bei einer Vorbesprechung vertreten gewesen, bei der es um Aspekte der Verkehrssicherung ging. Die weitere und endgültige Planung der Rekultivierungsmaßnahme erfolgte dann ohne Beteiligung der Stadt."
Ferner betonte Jung, dass es sich bei dem Gelände rund um den Kann-See um ein Privatgelände handelt. Darauf habe die Firma auch mit dem Schild "Betreten verboten!" hingewiesen.

Heute Abend (16.06.2005) will sich in der Gaststätte "Bootshaus am Pegelturm" die "Bürgerinitiative Engerser Feld/Kann-See" gründen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

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