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"Chance blieb ungenutzt"

"Chance blieb ungenutzt"

Rhein-Zeitung - Ausgabe Neuwied vom 10.05.2005, Seite 18.

"Chance blieb ungenutzt"

Das Engerser Feld ist in der Vergangenheit ein dauernder Zankapfel zwischen Behörden, Eigentümern und Spaziergängern gewesen. Und dies wird es auch bleiben. Die absurdesten Pläne wurden schon geschmiedet: die Anlage einer Galopprennbahn, einer Windhunderennbahn, die komplette Beseitigung des Silbersees und vieles andere mehr. Dazu gehört neuerdings die Vertreibung der Surfer und die komplette Sperrung des Kann-See-Geländes. Auch die Interessen der Eigentümer von Grundstücken im Wasserschutzgebiet wurden sträflich mit Füßen getreten unter Hinweis auf die Sozialpflichtigkeit des Eigentums. Die Eigentümer sehen sehr wohl das höhere Gemeinwohl, aber es geht doch wohl nicht mit rechten Dingen zu, wenn diese für ihre wertlos gewordenen Grundstücke weder entschädigt noch steuerlich begünstigt werden. Die Möglichkeit, wie in Süddeutschland vielfach geschehen, einen der Baggerseen zum Naturbad zu entwickeln, blieb ungenutzt, schließlich muss man ja die städtischen Schwimmbäder mit Badegästen füllen, damit das Defizit im Haushalt nicht zu groß wird. Auf der Strecke bleiben alle diejenigen, die sich in den lärmerfüllten Bädern nicht wohlfühlen. Schwere Strafen drohen denjenigen, die es wagen, diesen Konzepten zuwiderzuhandeln. Mit Verboten zu operieren ist allemal leichter, als sinnvolle Projekte im Interesse der Bevölkerung und der Spaziergänger zu schaffen.

Karl-Heinz Brink, Bendorf

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