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"Angler erhielten rote Karte"

"Angler erhielten rote Karte"

Rhein-Zeitung - Ausgabe Neuwied vom 08.06.2005

"Angler erhielten rote Karte"

Bei einem Informationstreffen sprachen sich viele Bürger für eine weitere Öffnung des Geländes rund um den Neuwieder Kann-See aus.
Als Geschäftsführer des Angelsportvereins Neuwied am Steinsee sowie Vizepräsident des Bezirks-Sportfischer- Verbandes Koblenz vernahm ich mit Entsetzen die Meldung über die Aktionen, die am Kann-See gelaufen waren. Nicht nur, dass so etwas geschehen konnte, sondern auch die Art und Weise wie hier in einer Nacht- und Nebelaktion versucht wurde, Tatsachen zu schaffen. Hier wurde ein Frevel an der Natur begangen, der seinesgleichen sucht - ohne Rücksicht auf wirkliche Natur- und Tierfreunde und zudem in einer Zeit, wo Vögel am Brüten waren und andere ihren Bau bezogen. Leider verloren dabei auch unsere Anglerfreunde vom Kannsee ihr Gewässer. Sie erhielten die rote Karte. Wir Angler sind über die Verbände anerkannte Naturschützer und sorgen für ein Gleichgewicht der Natur und der Gewässer. Erst die Angelvereine und ihre Mitglieder haben in den letzten Jahrzehnten mit ihren Hege- und Pflegemaßnahmen in Tausenden von Stunden ehrenamtlich und mit Hilfe der Jugend unter Einsatz von nicht unerheblichen Geldmitteln aus den reinen Kiesseen Biotope erschaffen. Des Weiteren sorgen gerade die Angler dafür, die Gewässer sauber und Badegäste fern zu halten. Gerade ein solches Gebiet wie das Engerser Feld ist ideal dazu geschaffen, Natur pur zu erleben und es den Tier und Natur liebenden Bürgern der Region offen zu halten. Auch dient es dazu, die Jugend sinnvoll an die Natur heranzuführen. Es wäre schön, wenn sich aus dem ersten Info-treffen eine Bürgerinitiative entwickeln würde. Auch sollte man in Hinblick auf den beginnenden Bundestagswahlkampf die Politiker und Parteien dazu bewegen, sich für die Aktionen der Bürger einzusetzen. Ich begrüße es, dass die Firma Kann an der Versammlung teilnahm. Beim Lesen des RZ-Berichts kam mir aber die Zornesröte angesichts der Aussage des Prokuristen, der meinte, dass die Natur vor den Menschen geschützt werden müsse. Da stellt sich mir fast die Frage, wer schützt uns vor solchen Menschen mit solchen Aussagen und Meinungen?
Rudolf Schüren, Neuwied

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