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Erlebnisreiche Wanderung "ins Blaue"

Erlebnisreiche Wanderung "ins Blaue"

Bericht aus dem Kleeblatt vom 20.09.2000

Bei herrlichem Spätsommerwetter trafen sich am vergangenen Wochenende die Arbeitskreise Sayn und Mülhofen der CDUBendorf zu einer gemeinsamen Wanderung "ins Blaue". Die Vorsitzenden der Arbeitskreise, Gerhard Born und K.H. Brink, zeigten sich erfreut, am Ausgangspunkt der Wanderung auch Bürgermeister Hajo Stuhlträger mit Gattin sowie den 3. Beigeordneten, Heinz Schuster, begrüßen zu können. Ziel der Wanderung war der "Silbersee"im Engerser Feld.

Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, sich unterwegs über historische Orte der Heimat zu informieren: K.H. Brink berichtete zunächst über Namen und Geschichte von Mülhofen, am Burgus in den Engerser Rheinanlagen erfuhr man interessante Details über die Ausgrabungen am sog. "Heidemäuerchen" in Engers und die Bedeutung des spätrömischen Burgus.

Das Engerser Schloss war Anlass, die Baugeschichte dieses Sommerschlosses des Trierer Kurfürsten Johann Philipp von Walderdorff in Erinnerung zu rufen, das der Kurfürst 1759 bis 1762 anstelle der mittelalterlichen Burg "Kunostein" als Jagd-und Sommerschloss errichten ließ. Nach langen Jahren einer sachfremden Nutzung, in denen Schloss Engers u.a. als Krankenhaus diente, wird es heute von der Villa Musica genutzt, deren Verdienste um die Musikförderung auch in unserer Heimat allenthalben Anerkennung fanden. An der ehemaligen "Kronprinz-Wilhelm-Brücke", die 1916 bis 1918 gebaut worden war, erinnerte der Mülhofener Arbeitskreisvorsitzende an Begebenheiten aus dem 2. Weltkrieg.
Als ein wahres Naturkleinod erwies sich schließlich der private Natur- und Freizeitparkim Besitz der Familie Scheidweiler. Schon der Gründer der Anlage, Ferdinand Scheidweiler, der zunächst ein einfaches Baggerloch vorfand, war ein echter "Grüner", wenn er sagte: "Für jeden Baum, den wir hier fällen, pflanzen wir drei neue", berichtet ein Familienmitglied. Lange, bevor die Grünen auf die politische Bühne traten, rekultivierte er die beiden Seen und das anschließende Gelände.
In die Natur eingebettet findet man u.a. eine Minischlossanlage, ein Iglu, Grillhütten, ein Amphitheater, eine "Ahnentafel" sowie zahlreiche Kunstwerke, gestaltet von dem Jetzigen Eigentümer Werner Scheidweiler. Die Besitzer verhehlten auch nicht die Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen haben. Die nächtlichen Zerstörungen von Anlagen durch Unbekannte, die Schwierigkeiten, die die örtlichen Behörden machen, da sich der Park im Wasserschutzgebiet "Engerser Feld" befindet.

Viele Teilnehmer waren nicht wenig erstaunt, in ihrer engeren Heimat ein solches Naturkleinod vorzufinden, das bisher weitgehend unbekannt geblieben ist. Für die Teilnehmer der Wanderung war es außerdem eine willkommene Gelegenheit, sich einmal ungezwungen nicht nur über politische Themen austauschen zu, können. Zur guten Laune trug das spätsommerliche, warme Wetter wesentlich bei und ließ die gemeinsame Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

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